Seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine im Jahr 2014 haben sexualisierte Gewalt und Folter Spuren hinterlassen, die oft im Verborgenen bleiben. TRACES erzählt von sechs Ukrainerinnen, die diese Verbrechen überlebt haben und nicht länger schweigen wollen.
Im Mittelpunkt steht Iryna Dovhan, die selbst in russischer Gefangenschaft war und heute als Menschenrechtsaktivistin arbeitet. Sie reist in Regionen, die von Besatzung und Krieg geprägt sind, sammelt Zeugenaussagen und bringt betroffene Frauen zusammen. In der Gemeinschaft von SEMA Ukraine finden die Überlebenden gegenseitige Unterstützung. Ihre Lebensgeschichten unterscheiden sich, doch sie verbindet der Wunsch, gehört zu werden und Gerechtigkeit zu erfahren.
Die Regisseurinnen Alisa Kovalenko und Marysia Nikitiuk richten den Blick nicht allein auf die erlittene Gewalt, sondern vor allem auf die Frauen, ihre Beziehungen und ihren gemeinsamen Einsatz. TRACES dokumentiert Kriegsverbrechen und fragt zugleich, was es bedeutet, nach traumatischen Erfahrungen die eigene Stimme wiederzufinden. Ein Film über die langen Schatten des Krieges, über Solidarität und den Mut, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen.
