Oktober 2024. Russische Truppen rücken auf Hirnyk vor, eine Bergbaustadt in der ukrainischen Region Donezk. Der Beschuss hält an, und jeder weitere Tag wird gefährlicher. Trotzdem fällt es vielen Bewohnern schwer, ihre Heimat zu verlassen. An ihren Häusern hängen Erinnerungen und ganze Lebensgeschichten. Manche kümmern sich um Angehörige, andere wissen nicht, wohin sie gehen sollen.
Der freiwillige Helfer Denys Chrystow fährt in die Stadt, um Menschen und ihre Tiere in Sicherheit zu bringen. Mit Handy und Körperkamera hält er seine Begegnungen fest: mit Menschen, die dringend wegwollen, und mit jenen, die trotz der Gefahr bleiben möchten. Jede Fahrt ist ein Risiko, und nicht immer gelingt es, jemanden zur Flucht zu bewegen.
Aus diesen Aufnahmen gestaltet Regisseur Mykola But den Dokumentarfilm HIRNYK. Er zeigt die letzten Tage vor der Besetzung der Stadt und stellt eine schwierige Frage: Was bedeutet es, alles zurückzulassen, und welchen Preis kann es haben, zu bleiben?
